Mittwoch, 10. Oktober 2012

09.10.

Ziel erreicht - wir können aufhören.
Wer mich kennt weiß, dass ich alles plane, bevor ich es mache, mir zu allem Gedanken mache, mir viel zu viele Sorgen mache, jedes mögliche Szenario ausmale und die Gefahren/Risiken abschätze.
Bla bla bla... Ich hatten DEN Trainingsplan, um Amy das Ausreiten näher zu bringen und meine Angst abzulegen.
Die meisten konnten das vermutlich nicht nachvollziehen, aber mein bisher größtes Ziel war, meine doch schon leichte Panik in gewissen Situation beim Ausreiten abzulegen und Amy geländesicher (und damit meine ich soweit, dass selbst mein Freund mit ihr ausreiten könnte.) zu machen.
Hatte mir das als monatelangen Prozess vorgestellt. Und was passiert? Anscheinend sind all meine Pläne umsonst.

War mit einer Einstellerin und ihrem Wallach (der eigentlich öfter mal unruhig ist, in Amys Anwesenheit aber immer die Ruhe selbst ist) jetzt ein paar Mal ausreiten. Und irgendwie funktioniert einfach alles wie von selbst: Wir gehen voraus, hinten nach, teilweise sogar mit sehr viel Abstand. Und das im Schritt, Trab und GALOPP. Wollte eigentlich nur Strecken gehen, die Amy zumindest vom Spazierengehen kennt. Nichts da. Stattdessen reite ich mit Amy unseren ersten richtigen langen Galopp, auf einer Strecke, die sie nicht kennt und sogar in Führposition :D
Ich habe keine Angst mehr vor weitläufigen Strecken (wie Stoppelfelder etc.), kann mit ihr am langen Zügel bergab reiten und reite in allen Gangarten in allen Position auf Strecken, die weder Amy noch ich kennen.
Wahnsinn!
Klar, in wirklich Gefahrensituation ist die Angst sicher noch da, aber das dauert auch seine Zeit, um das ablegen zu können.

Eigentlich sollten das für ein gutes Ausreitpferd Selbstverständlichkeiten sein, aber für mich sind sie es alles andere als das. Gar nicht davon anzufangen, dass Amy erst rund 15 Mal im Gelände war. (ich hatte mir eher erwartet, dass sie zu diesem Zeitpunkt immer noch aufgeregt und leicht zu erschrecken sein würde)
Achja, Regen und einen Sturm mit nahendem Gewitter, weil wir uns verritten haben, durften wir auch schon erleben.
Ich bin einfach.. wow... kann meine Freude gar nicht in Worte fassen. Möchte mit besagter Einstellerin auf jeden Fall noch ganz oft ausreiten, denn irgendwie passen unseren beiden Pferde ideal zusammen (ok, der Wallach ist ein Araber/Warmblut und Amy muss sich immer voll bemühen, damit sie schnell genug für ihn trabt/galoppiert :D ) und ich verstehe mich mit ihr auch total gut.
Ja, es passt einfach.
(Warum konnte ich nicht schon viel früher so jemanden finden?^^)

Und ich möchte mich mal kurz entschuldigen. Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass es viele ziemlich doof finden, wenn ich hier berichte, dass es bei uns immer so "rosarot" und toll ist. Es ist sehr schön mit Amy und ich kann nicht bestreiten, dass ich glücklich mit ihr bin. Aber ich glaube, das liegt auch ganz viel mit meiner Einstellung zusammen. Ich habe gelernt, ganz anders an die Sache "eigenes Pferd" heranzugehen und merke, dass ich mich über noch so kleine Erfolge viel mehr freuen kann, als es früher der Fall war. Ich nehme jede Freude an meinem Pferd ganz bewusst war, weswegen es sein kann, dass ich manchmal in meiner Euphorie doch naiv wirke. Was, wie ich finde, nicht der Fall ist. Ich mache mir sehr wohl Gedanken um meine Arbeitsweise und kann das Thema Pferd auch nüchtern betrachten.
Habe mich gerade auch erst sehr intensiv mit dem Thema Hufschuhe beschäftigt (wow, gute Überleitung ne? :D ) und mich nun für die Easyboot Gloves entschieden. Der Vorteil ist: Wenn sie nicht passen, entsteht keine schädliche Drehbewegung - Amy verliert den Schuh einfach.
Das war für mich ein entscheidender Vorteil, da ich bei der Hufschuhanpassung (noch) auf mich selbst angewiesen bin. Mein Hufschmied macht zwar sehr gute Arbeit, arbeitet aber leider nicht mit Hufschuhen.

Das wäre übrigens Amy mit dem Easyboot Glove Gr. 3:





Diese sind ihr allerdings zu groß, deswegen habe ich mir welche in Gr. 2,5 geholt. Hatte noch keine Möglichkeit sie anzuprobieren, das werde ich dann aber morgen machen. ;)
Gerade wenn wir jetzt so oft ausreiten, brauche ich unbedingt einen Hufschutz.

Hach, Ausreiten ist so schön, entspannend, lustig, aufregend. :)
Ihr müsst alle viel öfter ausreiten gehen, das wird total unterschätzt!
Ohne wird man so schnell verbissen und ZU ehrgeizig.

Alles Liebe
Ayl

2 Kommentare:

  1. Toll das Amy so ruhig im Gelände ist! Wieso brauchst du eigentlich Hufschuhe? Hat Amy so eine schlechtes Hufhorn?

    Ich finde deine Einstellung toll, wünschte ich würde mich auch über jede Verbesserung freuen, würde meinen sehr bemühten Hafi sicher glücklich machen. :)

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  2. Amy hat ganz tolle Hufe, das Einzige aber leider auch ausschlaggebende Problem ist, dass der Abrieb größer ist, als das, was nach wächst. Deswegen habe ich mir nun Hufschuhe geholt, die ich hauptsächlich beim Ausreiten verwende. Ich hoffe, dass wir damit den Abrieb in den Griff bekommen und weiterhin auf Eisen verzichten können :)

    Danke für das Lob!
    Versuch es einfach, du kannst nichts verlieren und es ist ein ganz tolles Gefühl :-)

    Alles Liebe
    Ayl

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