Freitag, 18. Mai 2012

13.05.

Weil ich bisher nicht zum Berichten gekommen bin, gibts die letzte Woche jetzt einfach zusammenfassend:

Mittwoch
Nach 2 freien Tagen, habe ich versucht, die Handarbeit vom Kurs auch daheim umzusetzen. Und ich muss sagen, dass es echt toll funktioniert hat. Auch, weil sie viel ruhiger, entspannter und somit konzentriert war. Nur am Kruppherein haben wir noch etwas zu knabbern, aber ich denke, das liegt hauptsächlich an mir^^
Longieren nachher war fabelhaft gut :-)

Freitag 
Amy war am Mittwoch schon irgendwie 'lasch' und das setzte sich am Freitag fort. Habe also meine "Reitpläne" über den Haufen geworfen und Amy stattdessen eine Freude gemacht und an den Zirkuslektionen gearbeitet: Kompliment, Ablegen, Lachen, Spanischer Schritt, Apportieren..
Pony war Feuer und Flamme und ich war ganz glücklich, dass sie wieder motiviert und eifrig war :)
Dennoch fehlte mir die "Amy-typische" hibbelige Art.
Hab dann mit meiner RL gesprochen, die meinte, dass momentan alle Pferde total unmotiviert und kraftlos wären - verständlich, immerhin war es die letzten Tage ziemlich heiß.
Das hat mich dann doch beruhigt, hab mir schon vorgeworfen, ich würde Amy überfordern oder hätte ihr den Spaß an der Arbeit mit mir genommen ;)

Samstag 
Gestern hab ich versucht, nach dem zu reiten, was ich im Kurs am Wochenende (wer nicht regelmäßig mitliest: Bei einer Trainerin nach Bent Branderup) gelernt habe. Ich bin dort selbst zwar nicht geritten, habe aber ganz viel von meiner Cousine mitgenommen, die ja ebenfalls 'neu' angefangen hat und zudem noch alles auf Video, um es mir immer wieder anzusehen.
Die Reitweise genau zu beschreiben möchte ich hier nicht (kann ich auch nicht, weil ich darüber einfach noch zu wenig weiß), aber grundlegend geht es darum: Das Pferd mit dem Innenzügel in der Längsachse biegen und mit dem Außenschenkel die Hüfte hereinholen.
Und? Schrecklich.
Die Hilfen waren noch total fremd für mich, Amy konnte sie nicht annehmen und mein Sitz litt darunter. Der Schritt war ganz ok, aber der Trab hätte schlimmer nicht sein können. Hab auf der rechten (besseren) Hand angefangen, weil ich mir da einen größeren Erfolg erhofft hatte, aber es schien gar nicht zu funktionieren. Links hingegen hat sie die Hilfen begonnen angenommen und erste Ansätze gezeigt, sich im Hals fallen zu lassen. Was mich doch ermutigt hat, dem Ganzen eine Chance zu geben.

Sonntag
Heute sah die Welt dann ganz anders aus. Habe sie zuerst im Schritt auf beide Seiten aufgewärmt, wo ich langsam ein Gefühl für die Hilfen bekam und mich viel besser auf meinen Sitz konzentrieren konnte. Angetrabt bin ich dann gleich auf der linken Hand (jaaa, man lernt daraus^^) und es lief echt gut. Amy hat immer regelmäßiger losgelassen und zwischendurch waren immer wieder gute halbe Zirkelrunden dabei. Sogar rechts, waren minimalste Ansätze vorhanden.
 Ich hatte fast nichts in der Hand und konnte mit feinsten Hilfen reiten. Natürlich sieht es noch nicht so aus, wie es sollte (oder könnte), aber ich bin sehr zufrieden. Teilweise war der Trab sogar besser, als jemals zuvor :-)

Also ja, ich würde gerne dran bleiben, weil die positive Reaktion (sogar schon beim 2. Versuch) einfach überzeugt hat.
Meine RL ist in der Hinsicht glücklicherweise sehr offen und wäre sogar bereit, mich diesbezüglich zu unterstützen. Klar, sie wäre damit genauso unerfahren wie ich, aber es ist immer gut, wenn jemand vom Boden aus zusieht und korrigiert. Habe ihr jetzt mal die Videos gegeben (sie ist auch schon mal auf dem selben Kurs wie ich mitgeritten) und bin gespannt, ob sie mir helfen würde. (prinzipiell möchte ich meine Reitweise auch nicht komplett umstellen, sondern von anderen Reitweisen einfach das mitnehmen, was ich als positiv erachte) Wenn sie sich nicht damit identifizieren kann, werde ich wohl beim "normalen" (wie das klingt) Reiten bleiben. Alleine traue ich es mir dann doch nicht zu ;-)

Alles Liebe
Ayl

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